Domainrecht - Ein heißes Pflaster Die Horrorvorstellung eines jedes Webmasters ist eine saftige Abmahnung. Gerade bei der "falschen" Wahl eines Domainnamen sind Geschäftemacher schnell da, um sich auf Kosten anderer eine Goldene Nase zu verdienen.

Grundsätzlich ist die Wahl von Domainnamen schwierig. Immer mehr Domains werden registriert, und kaum eine Domain, mit einem guten Namen ist noch frei. Dennoch wird immer wieder von saftigen Abmahnungen berichtet, bei denen der Besitzer der Domain schnell einige Euros leichter ist. Eine Abmahnung aufgrund eines Domainnamens kann viele Gründe haben.

Eingetragenen Marken

Grundsätzlich sollte man die Finger von Domainnamen lassen, die markenrechtlich geschützt sind. Eine Marke ist dann Geschützt, wenn diese beim Deutschen Patent-, und Markenamt angemeldet wurde. Die meisten Firmen-, und Produktnamen werden als Marke geschützt.
Das Markengesetzt besagt, dass es nur bei der "Benutzung im geschäftlichen Verkehr" geltend ist. Welche Website ist dann geschäftlich, welche privat. Es gibt keine feste Definition hierfür. Ein Gericht hat sogar schon einmal entschieden, dass die Registrierung einer Domain bereits eine geschäftliche Handlung ist. Grundsätzlich wird z.B. auch von .com Domains angenommen, das es die Seite geschäftlich verwendet wird.
Bei einer rein privaten Seite, die einen Konfliktnamen trägt, kann auch ein Werbebanner, oder eine Amazon Buchempfehlung als Indiz für eine geschäftliche Verwendung dienen.
Bei diesen Gerichtsprozessen gibt es keinen Vorzeigefall, nein, jeder Fall ist ein Einzelfall.

Tippfehler - Domains

Tippfehler Domains sind Domainnamen wie "aoll.de", oder "googel.de". Auch für solche Domainnamen kann das Markenschutzgesetz gelten, da eine gewisse Verwechselungsgefahr herrscht.

Bürgerliche Namen

Auch der Name einer jeden Person unterliegt einem Schutz gegen die Verwendung Dritter. Probleme sind hierbei natürlich vorgeplant, da viele Namen gleich sind.
Prominenten wird bei den Domainnamen, trotz Namensgleichheit die Domain eher zugestanden, wie der Fall von Michael Schumacher gezeigt hat. Diesem wurde die Domain regelrecht "weggenommen".
Grundsätzlich gilt bei Domainnamen das Prinzip, "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!", auch bei Namensgleichheit.

Firmennamen

Auch bei gleichen Firmennamen hat gilt das "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!" - Prinzip. Hierbei haben jedoch die bekannteren Firmen ebenfalls bessere Karten als die "kleinen".

Städtenamen

Von der Registrierung von Städtenamen-Domains ist ebenfalls abzuraten, da in diesen Fällen die Gerichte fast immer zugunsten der jeweiligen Städte entscheiden.
Auch auf die Namen der Behörden sollte nicht zurückgegriffen werden.

Filme, Zeitschriften,...

Auch von der Registrierung von Domains, welche aus Filmen, oder anderen Medien resultieren sollte verzichtet werden. Diese fallen wahrscheinlich meistens unter den Gesichtspunkt des Markenschutz, oder gelten als geschäftliche Bezeichnungen, und sind so geschützt.

Der Domainmarkt ist wirklich heiß umkämpft, und jeden Tag gibt es neue Fälle von Rechtsverletzungen in Domainnamen. Das Problem ist, dass jeder Domainnamen auf die unterschiedlichsten Aspekte überprüft wird, und man deshalb kein einheitliches Bild über das Domainrecht bekommt.

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